top of page

Wahrheit. Fiktion. Inspiration.
Suche


#46 Gelüste, stationär
Dunkelheit. Die Gemeinschaftsräume verweist. Nachtruhe. Alle schlafen. Klinikspeicher. Nur wir beide. Gespräche, die zu lange dauern. Zu tief gehen. Wochen, in denen die einzelnen Tage ihre Kontur verlieren. Alles wird intensiver, dichter, schwerer. Auf einmal ist da der Impuls, wird fast beiläufig ausgesprochen: Lust. auf... nen Cocktail. Und eine leise Ahnung. Es geht nicht wirklich um den Cocktail. Nicht um den Alkohol. Es geht um das, was fehlt. Es gibt Regeln an diesem O


#45 Immer glücklich Sein??? Oder vom Mut, ALLES zu fühlen
Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir, wenn wir danach streben immer glücklich sein zu wollen, völlig am Menschsein vorbei leben. Denn häufig ist dieses Streben nach Glück damit verbunden, dass es alles Schmerzvolle und „Dunkle“ nicht geben darf und wir es weghaben wollen. Ich erfahre über die vielen Jahre meines nunmehr 48jährigen Lebens immer deutlicher, dass alle alle alle, wirklich alle Gefühle zu unseren Leben und zu uns als Menschen dazugehören und dass es darum ge


#44 Du bist nicht allein
Es sind Dami Charfs Worte. Und auch zu-fucking-tiefst meine Worte. Gänsehaut-Worte. Würde-Worte. Liebe-Worte. Dies ist mein Warum Ich tue, was ich tue, weil ich glaube, dass wir uns gegenseitig ins Licht helfen können – nicht durch Perfektion oder Diskussionen, sondern durch Nähe. Ich habe vieles mühsam gelernt. Und ich möchte, dass du es schneller begreifst als ich. Ich liebe Menschen – auch wenn ich dabei oft verletzt wurde. Ich bin unverbesserlich, was das angeht. Ich werf


#43 Das Spinnen von Lichtfäden
"Und dann kam der Tag, da ist das Risiko in der Knospe zu verharren, schmerzhafter wurde, als das Risiko zu blühen." - Anais Nin Zeit ist relativ. Du schaust auf die Uhr plötzlich sind 2 Stunden vergangen, es fühlte sich an wie wenige Minuten. Dann gibt es Momente, die sind zäher als alter Kaugummi unterm Stuhl. Für mich dehnten sich meine 3 Tage bei Kati aus, in 3 ganz wundervolle Wochen. In diesen 3 Tagen spann ich, sie, wir, Lichtfäden. Lichtfäden, die noch heute i


#42 Schweigend, hielt ich das Rede-Ei
7 Augenpaare. Präsenz. Stille. Ein Augenpaar geschlossen. Dem Impuls folgend: Das Rede-Ei in den Händen. Stumme Tränen rinnen über das Gesicht. Seufzendes Ausatmen.aa Gedankenleere. In den Körper lauschen. Langsam… Steigen Worte auf. Erlebte Wahrheit. „Und unter all der Wut… ist auch Trauer… So viel Trauer.“ Tränen. Aus der Tiefe. Aus dem Zellgedächtnis. Vermischen sich, mit feinem Schmerz, stumme Ratlosigkeit, ungelebter Frust, taube Müdigkeit, erschöpfter Kampf, zerbrechlic


#41 Mitten im Leben – nur nicht mit mir.
Es gab eine lange Zeit, da war ich viel im Außen. Aufmerksam. Wach. Reaktionsfähig. Intuitiv, las ich Situationen. Glich Spannungen aus. War omnipräsent, müde. Und trotzdem war da dieses leise Gefühl, nicht ganz bei mir zu sein. Nicht ganz bewohnt. Verschoben. Als würde ich mir selbst ein paar Schritte hinterherlaufen oder vorauseilen. Ich habe lange geglaubt, das sei einfach so. Teil des Lebens. Teil des Erwachsenseins. Dass man sich zusammenreißt. Dass man funktioniert. Da
bottom of page

