#42 Schweigend, hielt ich das Rede-Ei
- Rosemarie

- 24. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit

7 Augenpaare.
Präsenz.
Stille.
Ein Augenpaar geschlossen.
Dem Impuls folgend:
Das Rede-Ei in den Händen.
Stumme Tränen rinnen über das Gesicht.
Seufzendes Ausatmen.
Gedankenleere.
In den Körper lauschen.
Langsam…
Steigen Worte auf.
Erlebte Wahrheit.
„Und unter all der Wut…
ist auch Trauer…
So viel Trauer.“
Tränen.
Aus der Tiefe.
Aus dem Zellgedächtnis.
Vermischen sich,
mit
feinem Schmerz,
stummer Ratlosigkeit,
ungelebtem Frust,
tauber Müdigkeit,
erschöpften Kampf,
zerbrechlicher Sehnsucht,
leiser Einsamkeit,
heiße Wut, ungelebt.
Tränen verbinden sich.
Mit allem,
kommt ins Fliesen.
nimmt sich Raum.
wird sichtbar.
Endlich.
In diesem Moment.
In diesem heiligen Moment.
Ein heilsamer Moment.
Wird bezeugt, durch 7 Augenpaare.
Wird gesehen, in Präsenz.
Wird gehört, in Stille.
Damit sein.
Sitzend.
Atmend.
Präsent.
Einfach wahrnehmen und spüren.
Mittendrin und beobachtend.
Nach und nach,
von selbst,
ebbt es ab.
Ausatmen.
Zart-stark-ruhig.
Die erlebte Wahrheit,
alchemiert.




