#22 Das Leben will genossen werden – es geht um mehr als Luxus und Liebe
- Rosemarie

- 2. März 2025
- 16 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 20. Jan.

Das Wirkprinzip von Verkörperung, Genuss und innerem Wert
Heute geht es um die Qualitäten von Erdung, Stabilität, Sinnlichkeit – und dem Mut, im Hier und Jetzt wirklich anzukommen. Es geht um das, was Bestand hat. Um das Spüren. Um das Vertrauen in den eigenen Körper. Und darum, wie wir lernen, unsere Werte nicht nur zu kennen, sondern sie zu leben.
Was passiert, wenn du versuchst, dich über Leistung zu definieren – aber den Zugang zu deiner eigenen Fülle verlierst? Was, wenn du Sicherheit suchst im Außen, statt sie in dir zu kultivieren? Und wie kannst du lernen, dir selbst genug zu sein – nicht aus Rückzug, sondern aus Selbstachtung?
Du siehst das Wirkprinzip auf allen Ebenen
Du erkennst dieses Prinzip überall im Alltag Es ist die Kraft, die dich innehalten lässt. Die dich die Sonne auf deiner Haut spüren lässt. Die weiß: Weniger ist manchmal mehr – wenn es mit Bewusstsein gefüllt ist. Es ist das Wirkprinzip der Fülle, nicht des Übermaßes. Der Genuss, der dich nährt – nicht betäubt.
Diese archetypisch Kraft Energie wirkt dort, wo Ruhe entsteht. Wo du dich verwurzelst – im Körper, im Moment, in deinem eigenen Wert. Es ist das Wirkprinzip der sinnlichen Präsenz, der Fürsorge, des inneren Reichtums. Aber auch der Trägheit, der Festhaltung, des Sicherheitsdenkens – wenn es nicht bewusst gelebt wird.
Was passiert, wenn du diese Kraft nicht lebst – oder sie übertreibst? Dann kann sich dein Alltag eng anfühlen. Du bleibst lieber im Gewohnten, als dich zu verändern – selbst wenn du spürst, dass es längst Zeit wäre. Du suchst Trost in Konsum, in Essen, in Besitz – statt im echten Kontakt mit dir. Oder du verleugnest deine Bedürfnisse, weil du gelernt hast, dass sie "zu viel" sind.
Ich lade dich ein: Spür hinein: Wo zeigt sich diese Qualität in deinem Leben – in deinem Körper, deinem Essverhalten, deiner Beziehung zum Geld, zur Arbeit, zur Liebe? Was nährt dich wirklich? Was hast du dir vielleicht abgewöhnt zu fühlen?
Welche Berührungen fehlen dir – körperlich, seelisch, emotional?
Wie sehr erlaubst du dir, zu genießen – ohne Schuldgefühl?
Anzeichen dieser Qualität – bewusst oder unbewusst im Alltag gelebt
Genussfähigkeit, aber auch Bequemlichkeit oder Genussvermeidung
Starker Bezug zum Körper, Berührung, Schönheit und Sinneswahrnehmung
Festhalten an Sicherheit oder Routinen, auch wenn sie längst nicht mehr passen
Beziehung zu Geld und Besitz als Spiegel für Selbstwert
Das Bedürfnis, sich zu erden, aber Angst vor Veränderung
Treue, Verlässlichkeit – manchmal bis zur Selbstverleugnung
Ein Sinn für Ästhetik, Natur, Musik, Kunst – aber auch eine Tendenz, sich in Gewohntem einzurichten, statt zu wachsen
Kommunikation: Diese Form der Kommunikation kann sinnlich oder ruhig und direkt sein. Worte sind eher bedacht als spontan, oft langsam gesprochen, mit warmer Stimme und einem Sinn für Klang und Rhythmus. Es geht weniger um intellektuelle Brillanz oder Assoziationen, sondern um Greifbarkeit, Konkretion, Substanz. Man spricht aus Erfahrung – nicht aus Theorie. Klar, verbindlich, bodenständig. Man hört nicht nur, was gesagt wird, sondern auch, wie es gesagt wird – der Ton macht die Musik, und der Ton ist oft liebevoll, manchmal auch stur. Überredung funktioniert hier nicht – was zählt, ist Vertrauen und Beständigkeit.
Psychologisch: Wenn diese Qualität unbewusst im Leben ist, zeigt sie sich in Trägheit, Abhängigkeit und einer Angst vor Veränderung. Man sucht Sicherheit im Gewohnten, auch wenn es längst nicht mehr gut tut. Genuss wird zum Ersatz für Lebendigkeit, Besitz zur Kompensation für inneren Mangel. Man hält fest, was man kennt – selbst wenn es die eigene Entwicklung hemmt. Beziehungen können bequem, aber leblos werden. Und hinter der äußeren Harmonie schlummert oft ein tiefer Wunsch nach echter Verbindung, nach Berührung – nicht nur körperlich, sondern auch seelisch.
Bewusst gelebt, wird diese Kraft zu einer enormen Quelle von Beständigkeit, Präsenz und innerem Halt. Du spürst, was dich nährt – emotional, körperlich, materiell. Du kannst empfangen, ohne dich dabei schuldig zu fühlen. Du liebst es, Schönes zu schaffen – in Worten, Räumen, Beziehungen. Deine Zärtlichkeit wird zu einer heilsamen Kraft. Und du lernst, dass echter Reichtum nicht im Haben, sondern im Spüren liegt.
Kindheit & Prägung: Kinder mit dieser Qualität brauchen Erfahrungen mit all ihren Sinnen: riechen, schmecken, fühlen, tasten. Sie lernen über den Körper, nicht über Abstraktion. Sie lieben Natur, Wiederholung, Rituale. Veränderungen bringen sie leicht aus dem Gleichgewicht – Sicherheit und Klarheit geben ihnen Halt. Tägliche Rhythmen, liebevolle Berührungen und eine ästhetische Umgebung tun ihnen gut. Diese Kinder brauchen Zeit, um Vertrauen zu fassen, aber wenn sie sich sicher fühlen, sind sie zutiefst loyal, zugewandt und voller Wärme.
Pädagogisch wichtig: Teilen lernen – und den Wert von Bewegung als Ausgleich zu Genuss und Gewohnheit. Gut sind kreative Tätigkeiten, bei denen etwas entsteht: Töpfern, Basteln, Gärtnern, Kochen, Handwerk. Der Bezug zur Natur stärkt ihr Körperbewusstsein und ihre innere Mitte.
Partnerschaft: Menschen mit dieser Grundqualität suchen Nähe, die echt ist – nicht dramatisch, sondern verlässlich. Sie lieben mit Haut und Haar, mit Geduld, Hingabe und Sinnlichkeit. Beziehung ist für sie kein flüchtiges Abenteuer, sondern ein Ort des Ankommens. Sie brauchen körperliche Berührung, Sicherheit und geteilte Rituale – von gemeinsamem Essen bis zu kleinen Alltagsfreuden. Gleichzeitig kann ihre Treue zur Falle werden, wenn sie zu lange festhalten, was nicht mehr lebendig ist.
Wenn sie lernen, dass Sicherheit nicht im Außen entsteht, sondern aus einem tiefen Selbstwert kommt, können sie Beziehungen gestalten, die nährend, ehrlich und klar sind – mit einem liebevollen Ja zum Du, aber auch zum eigenen Ich.
Aussehen & Konstitution: Menschen mit dieser Grundqualität wirken körperlich präsent, geerdet und sinnlich. Die Figur ist häufig kräftig, kompakt oder rundlich – mit deutlicher Körperlichkeit, die Ruhe, Substanz und Genussfähigkeit ausstrahlt. Der Körperbau zeigt sich oft stämmig, mit betontem Rumpf, kurzen Armen und Beinen, einem festen Stand und einer gewissen Schwere in der Bewegung. Das Gesicht wirkt rundlich oder weich geformt, mit vollen Lippen, sanftem Blick und manchmal einem angedeuteten Doppelkinn. Der Hals- und Nackenbereich ist meist kräftig, die Stimme tief, warm oder melodisch.
Auch Haut und Haare wirken gepflegt, voll und lebendig – nicht selten mit einem natürlichen Glanz. Die Bewegungen sind langsam, bedacht, mit einem schweren, aber ruhigen Fluss – nichts ist hastig, alles folgt dem inneren Takt. Die gesamte Erscheinung vermittelt Stabilität, Genuss und Verlässlichkeit.
Körperliche Ebene: Zugeordnet sind der Hals- und Nackenbereich, Stimmbänder, Kehlkopf, Schilddrüse, Haut und alle Sinne – besonders Tastsinn und Geschmack. Auch die Niere, der Wasserhaushalt und das vegetative Nervensystem spiegeln die Verbindung zu innerem Gleichgewicht und körperlicher Sicherheit.
Mögliche Symptome: Halsentzündungen, Heiserkeit, Schilddrüsenthemen, Nackenverspannungen, Hauterkrankungen, Gewichtszunahme oder diffuse Symptome, die sich hartnäckig im Körper halten. Unter Stress kann sich Trägheit zeigen oder ein Rückzug ins Bequeme – das Sofa wird zum Schutzraum, Essen zum emotionalen Ausgleich. Auch Genusssucht oder Angst vor Veränderung können körperlich spürbar werden.
Arbeitswelt: Diese Menschen arbeiten gern mit Substanz – mit realen Dingen, greifbaren Prozessen und ästhetischem Feingefühl. Sie bevorzugen ein stabiles, berechenbares Umfeld mit klarer Struktur. Hektik, ständige Improvisation oder mentale Überforderung mindern ihre Leistung. Am wohlsten fühlen sie sich in Berufen mit Wiederholbarkeit, Sinnlichkeit oder Naturbezug – dort, wo Körper, Form, Genuss oder Werte eine Rolle spielen. Schönheit und Nutzen gehören für sie zusammen.
Berufe: Gärtnerin, Floristin, Innenarchitektin, Koch/Köchin, Ernährungsberaterin, Sängerin, Musikerin, Kunsthandwerkerin, Designerin, Restauratorin, Immobilienbranche, Bankerin, Buchhalterin, Masseurin, Kosmetikerin, Sensorik-Expertin, Winzerin oder in der Gastronomie, Mode oder im Wellnessbereich. Auch Landwirtschaft oder Tätigkeiten in Natur und Landschaftspflege können erfüllend sein – ebenso wie handwerkliche und formgebende Berufe, bei denen etwas Dauerhaftes entsteht.
Orte & Arbeitsplätze: Schöne, ruhige, harmonisch eingerichtete Räume mit angenehmer Akustik, natürlichen Materialien, Pflanzen und sinnlicher Atmosphäre. Orte wie Ateliers, Küchen, Werkstätten, Weingüter, Manufakturen, Spas, Boutiquen, Innenarchitekturbüros, hochwertige Gastronomien oder Naturareale wie Parks, Gärten, Blumenwiesen oder Bauernhöfe. Wichtig ist ein Gefühl von Beständigkeit, Ästhetik und Erdung – und die Möglichkeit, sich mit Körper und Sinnen einzubringen.
Wohnstil & Umgebung: Die Wohnumgebung ist geprägt von Wärme, Erdung und Sinnlichkeit. Hier findet sich oft Massivholz, Naturstein, dicke Teppiche oder bequeme Polstermöbel. Alles soll stabil, greifbar und von bleibendem Wert sein. Farben sind erdig – warme Braun- und Grüntöne, gedecktes Rot oder Creme – und schaffen eine Atmosphäre der Ruhe und Beständigkeit. Dekorationen wie Kerzen, Blumen, Schalen mit Nüssen oder frischem Obst dürfen nicht fehlen. Der Raum ist oft eher voll als minimalistisch – lieber zu viel Gemütlichkeit als zu wenig Atmosphäre. Die Verbindung zur Natur zeigt sich in Pflanzen, Naturmaterialien und liebevoll gepflegten Gärten oder Balkonen. Es geht nicht um ästhetische Exzesse – sondern um echten Komfort, um Behaglichkeit mit Stil.
Kleidungsstil: Kleidung wird nach Qualität, Tragegefühl und natürlicher Ausstrahlung gewählt. Weiche, natürliche Materialien wie Baumwolle, Wolle, Leinen oder Kaschmir stehen im Vordergrund. Die Farben sind meist warm, sinnlich oder erdig – Bordeaux, Moosgrün, Creme, dunkles Blau, auch Gold- und Rosétöne. Der Stil ist eher klassisch als ausgefallen, mit einer Vorliebe für Wertigkeit und Zeitlosigkeit. Schmuck darf glänzen, wirkt aber nie aufdringlich – Gold, Bernstein, Kupfer oder Schmucksteine mit warmer Ausstrahlung. Alles wirkt gepflegt, harmonisch, oft auch betont körperbetont – ohne aufdringlich zu sein. Es geht um das Gefühl: Wie etwas sich auf der Haut anfühlt – und wie es das eigene Wesen unterstreicht.
Körpersprache: Die Körpersprache ist geerdet, ruhig und bewusst. Bewegungen sind langsam, kraftvoll und wirken oft absichtsvoll – als würde jede Geste aus einem inneren Gleichgewicht kommen. Der Blick ist direkt, aber weich, oft begleitet von einem leichten Lächeln. Schultern sind entspannt, die Haltung aufrecht und schwer verunsicherbar. Man spürt eine gewisse Körperpräsenz – nicht durch Lautstärke, sondern durch Stabilität. In Gesprächen zeigen sich bewusste Pausen, ein ruhiger Tonfall, oft mit einer warmen, tragenden Stimme. Auch Berührungen wirken klar, haltgebend, ohne Hast. Die Körpersprache vermittelt: Ich bin da – ganz, in mir ruhend, mit allen Sinnen präsent.
Musik & Film:Sinnlich, melodisch, erdig – Musik, die berührt, nährt und das Herz entspannt. Harmonische Melodien, klassische Werke mit Tiefe, Volkslieder, Naturklänge oder warme Jazz- und Soulstücke. Auch Singer-Songwriter mit emotionalem Ausdruck und geerdeter Poesie passen hier – wie Norah Jones, Tracy Chapman oder Leonard Cohen. Filme mit Naturbezug, sinnlicher Atmosphäre oder liebevoller Ästhetik – z. B. Chocolat, Call Me by Your Name, Julie & Julia, Pride and Prejudice oder Naturdokumentationen, die Schönheit und Einfachheit feiern. Geschichten, die das Einfache ehren, den Alltag würdigen und Liebe als Handlung zeigen.
Kunststil: Kunst, die das Stoffliche feiert – klare Formen, warme Farben, figurative Darstellungen. Malerei mit sichtbarem Pinselstrich, Skulpturen mit Gewicht, Kunsthandwerk, das berührt. Von den Stillleben der Alten Meister bis zu modernen Keramiken oder Landart. Ästhetisch, greifbar, sinnlich. Der Ausdruck liegt in der Form – weniger in der Symbolik. Kunst darf „schön“ sein und will das auch.
Bekannte Persönlichkeiten: Adele, Barbra Streisand, David Beckham, Cate Blanchett, Barbra Streisand, Audrey Hepburn, Johannes Brahms, Immanuel Kant, Anselm Kiefer, Joseph Beuys, Helene Fischer, Alfons Schuhbeck, Jamie Oliver, Julia Child, und viele Persönlichkeiten aus dem kulinarischen, gestalterischen oder musischen Bereich, die für Beständigkeit, Qualität und sinnlichen Genuss stehen.
Gesellschaftsformen: Hier finden wir feste Gemeinschaften, familiäre Netzwerke, traditionelle Dorfstrukturen, Vereinskultur, landwirtschaftliche Kooperativen oder Genossenschaften. Systeme, in denen Stabilität, Versorgung und Zugehörigkeit zählen. Der Fokus liegt auf materiellem Wohlstand, Beständigkeit und geregeltem Zusammenleben – mit klaren Rollen, Verantwortlichkeiten und gemeinschaftlichem Besitzdenken. Auch der „Bauernstaat“ als urtümliche Metapher für Erdverbundenheit und Selbstversorgung gehört hierher.
Literatur: Texte, die das Körperliche, das Handfeste und das Menschlich-Alltägliche feiern. Romane über Heimat, Liebe, Natur und Genuss – etwa Heidi oder Der Geschmack von Apfelkernen. Philosophisch-pragmatische Werke wie jene von Immanuel Kant. Auch Christian Morgensterns feine Sprachspiele oder William Shakespeares sinnliche Dramen und Komödien passen dazu. Kulinarische Essays, Gartentagebücher, Handwerksbücher, Romantik und Realismus – Literatur, die geerdet, sinnlich und nah am Leben bleibt.
Farben: Warme, erdige Töne wie Ocker, Terrakotta, Olivgrün, Creme und sattes Braun. Auch Naturfarben wie das saftige Grün frischer Wiesen, das zarte Rosa von Blüten oder das tiefe Kupfer der Erde. Die Farbwelt ist sinnlich, beruhigend, harmonisch – sie erinnert an Obstgärten, Keramik, alte Holztische und Blumenwiesen. Keine grelle Überreizung, sondern satte Fülle, natürliche Wärme und ein Gefühl von Geborgenheit.
Materialien & Werkzeuge: Materialien, die durch ihre Haptik überzeugen: Ton, Lehm, Naturholz, Leinen, Baumwolle, Wolle, Stein. Werkzeuge sind praktisch und greifbar – vom Hobel bis zur Gartenkralle, vom Kochlöffel bis zum Spaten. Auch klassische Handwerkszeuge, Körbe, Töpfe, Formen zum Kneten oder Pressen – alles, was Form gibt und Substanz schafft. Es geht nicht um filigrane Symbolik, sondern um Beständigkeit, Nützlichkeit und die Freude am Material.
Mineralien: Rosenquarz, Jade, Kupfer, Bernstein – Steine, die Wärme und Weichheit ausstrahlen.
Natur- und Jahreszeitenzyklus: Zeitraum: ca. 20.4. – 20.5.Diese Phase des Jahres steht ganz im Zeichen des beginnenden Wachstums – der Frühling hat sich gesetzt, die Natur entfaltet sich in ihrer vollen Sinnlichkeit. Der Boden ist aufgetaut, durchlässig, genährt – bereit, Leben zu tragen. Es ist die Zeit, in der Blüten aufbrechen, die Wiesen sich mit sattem Grün füllen und alles nach Stabilität und Fülle strebt. Die Tage werden spürbar länger und wärmer, die Luft duftet nach Erde, Blüten, Wachstum.
Es ist eine Zeit der Verwurzelung und Reifung. Die erste Aufbruchskraft des Frühlings verlangsamt sich, wird konkret. Nun geht es um Substanz – darum, das, was keimt, zu nähren. Auch für uns ist das eine Phase, in der wir Sicherheit, Genuss und Beständigkeit suchen. Wir dürfen uns erden, entschleunigen und uns mit dem verbinden, was wirklich nährt – körperlich, emotional, seelisch.
Landschaften: Fruchtbare Ackerböden, blühende Obstgärten, sattgrüne Wiesen, Weiden voller Kräuter, lehmige Feldwege, Wälder mit Eichen, Birken oder Flieder. Landschaften, die Fülle und Nahrung versprechen – still, kraftvoll, langsam wachsend.
Pflanzen: Knollen- und Wurzelgemüse, Apfel- und Birnbäume, Rhabarber, Beerensträucher, Eiche, Linde, Schafgarbe, Maiglöckchen, Butterblume, Ginseng, Flieder. Pflanzen mit süßem Duft oder milder Heilkraft – kräftigend, beruhigend, wohltuend.
Tiere: Haustiere und domestizierte Tiere wie Kuh, Schwein, Pferd, Hund, Huhn. Auch Symboltiere für Ruhe und Erdverbundenheit: Rehe, Büffel, Nashörner, Zugpferde. Am Boden lebende Käfer wie Marien- oder Maikäfer. Tiere, die nicht fliehen, sondern bleiben – die Erde berühren, die Fülle verkörpern, die uns begleiten.
Geruch: Warm, natürlich und sinnlich. Blumige, holzige oder erdige Noten – wie frisch gemähtes Gras, reife Früchte, warme Haut oder das Aroma von Brot aus dem Ofen. Auch süße Düfte wie Rosen, Honig, Vanille oder Lavendel wirken anziehend. Der Geruch vermittelt Geborgenheit, Fülle und Erdverbundenheit – er ist nicht aufdringlich, sondern satt, angenehm und vertraut.
Geschmack: Herzhaft, fruchtig, saftig – ein Geschmack, der sättigt und nährt. Reich an Aromen, aber nicht scharf. Eher deftig oder süß als säuerlich oder bitter. Butter, Sahne, reife Früchte, Gewürze wie Zimt, Vanille oder Thymian. Alles, was mit Genuss, Sinnlichkeit und Fülle verbunden ist – vom frischen Erdbeerjoghurt bis zum aromatischen Eintopf.
Ernährung: Wärmende, nährende Speisen mit Substanz: Hausmannskost, gutes Brot, reifes Obst, Käse, Butter, Nüsse, Wurzelgemüse, Aufläufe, Eintöpfe. Die Küche ist bodenständig, genussvoll und oft regional verwurzelt. Auch süße Speisen, Desserts mit Sahne oder eine üppige Käseplatte gehören dazu. Getränke wie vollmundiger Rotwein, Kakao, Fruchtschorlen oder aromatischer Tee runden das ab. Gewürze sind duftend, nicht beißend – z. B. Muskat, Kardamom.
Freizeit, Hobbys, Rituale: Alles, was mit Körper, Sinnlichkeit und Genuss zu tun hat: Kochen, Gärtnern, handwerkliche Tätigkeiten, Keramik, Nähen, Blumengestecke, Brotbacken. Musik mit Rhythmus und Tiefe – Singen im Chor, Blasmusik, bodenständige Volksmusik. Auch Kunsthandwerk, das Schöne und Nützliche verbindet – Bauernmalerei, Töpferei, Schmuckdesign. Kraftsportarten mit Bodenhaftung wie Ringen, Kegeln, Kugelstoßen oder Yoga zur Erdung. Rituale im Jahreskreis, Feste mit gutem Essen, Blumen, Musik – das Leben feiern mit allen Sinnen.
Planet Venus und ihre Entdeckung
Die Venus – der Planet, der mit Sinnlichkeit, Wert, Genuss und Beziehung verbunden ist – war seit jeher sichtbar am Himmel. Sie braucht keine Entdeckung durch ein Teleskop, um zu wirken. Sie ist da. Immer wieder. Mal als Abendstern, mal als Morgenstern. Nah an der Sonne. Helles, stilles Leuchten – verlässlich, verführerisch, magnetisch.
Doch ihre Nähe macht sie nicht greifbarer – im Gegenteil: Ihre Oberfläche ist vom dichtesten Wolkenschleier unseres Sonnensystems bedeckt. Ihre Atmosphäre besteht aus Kohlendioxid, durchzogen von Schwefelsäurewolken – ein Treibhaus ohne Gnade. Auf ihr herrschen über 450 Grad Celsius. Es regnet Säure. Kein Mensch hat sie je direkt gesehen. Die Sonden, die man hinschickte, wurden in Minuten zerschmolzen.
Venus ist der einzige Planet, der sich rückwärts dreht – im Uhrzeigersinn, sehr langsam, sehr beharrlich. Auch das passt: Sie widerspricht nicht laut – sie entzieht sich. Sie ist kein eruptiver Vulkan wie Mars, sondern ein heißes, geschlossenes System. Ihre Hitze ist nicht explosiv, sondern konstant. Leidenschaftlich. Unausweichlich. Undurchdringlich.
Ihre äußere Erscheinung – milchig, golden, verhüllt – steht im Kontrast zu ihrem inneren Feuer. Genau wie die Qualität, die sie verkörpert: Schönheit, Anziehung, Liebe – aber nicht als romantisches Ideal, sondern als machtvoller Impuls. Venus ist das, was wir begehren. Was wir halten wollen. Was uns nährt – oder auffrisst, wenn wir es nicht bewusst leben.
Die mythologische Göttin Venus / Aphrodite
In der griechischen Mythologie ist Aphrodite die Göttin der Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit. Sie entstieg dem Meeresschaum – nicht als zartes Wesen, sondern als machtvolle Kraft der Anziehung und der Lebensfreude. Ihre Präsenz bringt Menschen zum Blühen – nicht durch Macht, sondern durch Magnetismus.
Die römische Venus ist ihre Schwester im Geist: sinnlich, verkörpernd, lebensbejahend. Sie steht für das, was wir mit allen Sinnen erfahren – für das Gefühl, angekommen zu sein, für das, was einfach schön ist, ohne erklärt werden zu müssen. In ihr liegt das Versprechen von Fülle und Zufriedenheit – nicht in der Jagd nach Mehr, sondern im Erleben von Jetzt.
Diese Göttinnen sind keine flüchtigen Erscheinungen – sie fordern uns auf, unsere Bedürfnisse ernst zu nehmen, unsere Sinne zu öffnen und das Leben nicht nur zu überstehen, sondern zu genießen. Sie lehren uns, dass Wert nicht abstrakt ist, sondern körperlich spürbar: in einem Lächeln, einem Duft, einer Berührung, einem Moment des Friedens.
Wenn das Urprinzip nicht bewusst gelebt oder integriert ist
Dann zeigt sich diese Kraft oft als Trägheit, Festhalten oder Angst vor Veränderung. Man klammert sich an Gewohntes, auch wenn es längst nicht mehr nährt. Statt Sicherheit entsteht Erstarrung. Statt Genuss – Abhängigkeit. Was ursprünglich Stabilität geben soll, schlägt um in Besitzdenken, Unbeweglichkeit oder übermäßige Selbstberuhigung. Die Welt wirkt dann schnell zu laut, zu fordernd, zu schnell – und man zieht sich zurück ins Vertraute, auch wenn es nicht (mehr) passt.
Diese Qualität wirkt dann nicht weniger – aber stagnierend: als Widerstand gegen den natürlichen Fluss, als Weigerung, sich dem Wandel des Lebens anzuvertrauen. Das zeigt sich im Alltag z. B. so:
Festhalten an Gewohnheiten oder Beziehungen, selbst wenn sie längst belastend sind – aus Angst vor Verlust oder Unsicherheit.
Emotionale Starrheit – Gefühle werden lieber ignoriert oder weggeschoben als gespürt, besonders wenn sie mit Veränderung zu tun haben.
Kompensation über Essen, Konsum oder Besitz – das Bedürfnis nach Sicherheit wird auf Materielles übertragen.
Körperliche Trägheit, Antriebslosigkeit oder Schweregefühl – als ob jede Veränderung zu viel wäre.
Körperliche Entsprechungen: Verspannungen im Nackenbereich, Gewichtszunahme, Verdauungsbeschwerden, Wassereinlagerungen, Schilddrüsenthemen oder chronische Müdigkeit. Der Körper speichert das, was nicht fließen darf – und meldet sich über Symptome, die mit „Zuviel“ zu tun haben.
Wurzeln im Erleben: Nicht selten liegen frühe Erfahrungen zugrunde, in denen Stabilität nur über Leistung oder Anpassung gewährt wurde – oder Sicherheit durch Kontrolle der äußeren Umstände geschaffen werden musste. Dann entsteht das Gefühl: „Nur wenn alles bleibt wie es ist, bin ich sicher.“ Oder: „Ich darf nicht loslassen – sonst verliere ich mich.“
Heilsame Impulse können sein:
Langsamkeit bewusst gestalten, statt in ihr zu verharren. Erdung entsteht nicht durch Stillstand, sondern durch achtsames Weitergehen.
Körperbewusstsein stärken – durch Berührung, Genuss, achtsames Essen, Tanz oder Naturkontakt. Der Körper ist kein Gegner, sondern der Weg zurück zur Lebendigkeit.
Loslassen lernen, ohne sich zu verlieren – Vertrauen ins Leben entsteht nicht über Kontrolle, sondern über Verbindung.
Werte hinterfragen – Was nährt dich wirklich? Was ist nur Gewohnheit oder Angst? Finde heraus, was für dich heute stimmig ist – nicht nur, was früher Halt gab.
Dieses Prinzip will dich an die Fülle erinnern – nicht an Mangel. Es lädt dich ein, zu genießen und zu wachsen. In deinem Tempo. Mit beiden Füßen auf der Erde – aber offen fürs Leben.
Das Wirkprinzip von Selbstwert, Verwurzelung und Sinnenfreude
Die Grundkraft, die uns Halt gibt. Es geht um Selbstwert. Um das tiefe Gefühl: Ich darf sein. Ich bin genug. Diese Kraft wirkt dort, wo du dich sicher fühlst, dich mit dem Leben verbindest – durch Sinnlichkeit, Ruhe und Erdung.
Wie zeigt sich dieses Wirkprinzip in deinem Alltag? Was geschieht, wenn du deinen Selbstwert an Leistung koppelst? Und wie kannst du ihn wieder in dir selbst finden – ohne Druck, sondern durch echte Verbundenheit?
Diese Qualität ist nicht nur nett – sie ist existenziell
Das Urprinzip ist kein nettes Extra, sondern ein Fundament des Lebens. Sie steht für Materie, für die greifbare Welt, für das, was wir berühren, schmecken und besitzen können. Und da wird es spannend. Denn: Besitzt du Dinge oder besitzen sie dich?
Es zeigt sich in unserem Streben nach Sicherheit, nach Zugehörigkeit, nach Stabilität. Sie bringt uns dazu, ein schönes Zuhause zu gestalten, einen Körper, in dem wir uns wohlfühlen, und eine finanzielle Basis, die uns trägt. Aber wehe, du verlierst den Boden unter den Füßen – dann schlägt Urprinzip auch mal um. In Gier, in übermäßiges Festhalten, in Angst vor Verlust.
Erwischt? Schau mal hin: Könntest du entspannt loslassen, wenn du deine Lieblingssachen plötzlich nicht mehr hättest? Oder wenn sich dein Bankkonto rapide verkleinert? Genau da zeigt sich das Urprinzip: Es ist nicht nur das Genießen, sondern auch die Angst vor dem Mangel.
Beziehung, Besitz, Balance – wo diese Qualität überall mitmischt
Das Urprinzip ist überall. In deinem Geschmack für Kleidung, in deiner Lust auf gutes Essen, in deiner Art, mit Geld umzugehen, und in deinen Beziehungen. Sie zeigt sich in deinem Bedürfnis nach Harmonie – oder in deinem absoluten Unwillen, Konflikte auszutragen. Denn dieses Urpinzip mag es friedlich. Doch manchmal ist „Frieden um jeden Preis“ auch einfach nur Vermeidungsstrategie.
Im Job: Bist du eher der Typ, der für Sicherheit arbeitet und sich am liebsten ein finanzielles Polster aufbaut? Oder genießt du den Wohlstand, sobald das Geld reinkommt? Dieses Urprinzip kann dir beides zeigen – und ob du vielleicht irgendwo zu sehr festhältst oder zu sorglos bist.
In Beziehungen: Dieses Urprinzip liebt Verbindung. Aber Vorsicht: Sie kann auch in Besitzdenken umschlagen. „Mein Partner, meine Freunde, mein Platz in der Gruppe.“ Mal ehrlich – hast du manchmal Angst, verlassen zu werden? Oder neigst du dazu, in Beziehungen zu viel Harmonie zu wollen und unangenehme Themen zu vermeiden? Zack, das Urprinzip in Aktion!
Im Körper: Dieses Urprinzip steht für sinnlichen Genuss – aber auch für körperliche Symptome, wenn das Maß nicht stimmt. Typische Themen sind Halsschmerzen (nicht gesagt, was du sagen wolltest?), Gewichtszunahme (zu viel Genuss, zu wenig Maß?) oder Hautprobleme (Selbstwert macht auf sich aufmerksam). Dein Körper zeigt dir, wo du dich nicht nährst – oder wo du dich übermäßig betäubst.
Gesundheit: Wenn dein Körper nach Sicherheit ruft
Schweregefühl, Trägheit, Völlegefühl oder Spannungen im Nacken? Vielleicht braucht dein System nicht mehr Leistung – sondern mehr Verbindung. Dein Körper spricht deutlich, wenn etwas zu viel wird – zu viel Reiz, zu viel Pflicht, zu viel Festhalten. Was er sucht, ist Beständigkeit, nicht Routine. Berührung statt Kontrolle. Nahrung, die nährt – nicht betäubt. Bewegung, die dich wieder in deinen Rhythmus bringt.
Du musst nicht alles schaffen – aber du darfst spüren, was dich wirklich stärkt. Sicherheit entsteht nicht im Außen, sondern in dir – wenn du beginnst, dich selbst zu bewohnen. Mit Geduld, Genuss und dem Wissen: Es darf einfach sein.
Takeaways
Genieße bewusst. Essen, Schönheit, Berührung – nimm es wahr, koste es aus, aber übertreib es nicht.
Besitz ist okay – solange er dich nicht besitzt. Frag dich: Fühle ich mich sicher durch Dinge oder durch mich selbst?
Harmonie ja, aber nicht um jeden Preis. Klär deine Themen, anstatt sie unter den Teppich zu kehren.
Beziehung ist nicht Besitz. Liebe wächst in Freiheit – nicht im Festhalten.
Kümmere dich um deinen Körper. Er ist dein Tempel. Aber: Weder Vernachlässigung noch ständiges Optimieren machen glücklich.
Wie immer - zum Schluss meine Einladung an dich
Nimm dir einen Moment Zeit und spür nach. Wo begegnet dir diese Qualität in deinem Alltag – in dir selbst, in deinem Umfeld, in den kleinen Momenten dazwischen? Vielleicht beginnst du zu erkennen, wie dieses Urprinzip in deinem Leben wirkt. Manchmal offensichtlich, manchmal still im Hintergrund. Je mehr du ein Gefühl dafür entwickelst, desto klarer wird dein innerer Kompass. Nicht, um dich zu bewerten – sondern um dich tiefer zu verstehen. Denn was du erkennen kannst, kannst du auch wandeln. Und was du als Teil von dir begreifst, verliert seine Macht über dich – und wird zur Kraft in dir.
Und wenn du merkst, dass Urprinzip bei dir irgendwo im Ungleichgewicht ist?
Dann schau tiefer. Denn das, was du im Außen erlebst – dein Umgang mit Geld, mit Liebe, mit Genuss – hat eine tiefere Ursache. Wenn du herausfinden willst, wo deine persönlichen Herausforderungen und Themen liegen und wie du sie in Balance bringst, dann lass uns sprechen. Denn wahre Erfüllung kommt nicht nur durch das, was du hast – sondern durch das, was du bist.




