#50 Wo Selbstachtung zu leise ist, werden Symptome lauter.
- Rosemarie

- 18. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. Apr.

Körperliche Symptome entstehen nicht über Nacht.
Sie wachsen leise.
In den Momenten, in denen wir sagen:
„Mir geht’s gut.“
„Passt schon.“
„Ich mach das schon.“
Während die innere Wahrheit eine andere ist.
Und wir uns noch mehr anstrengen,
um das Gegenteil zu beweisen.
Vor allem uns selbst.
Wir geben.
Funktionieren.
Halten alles zusammen.
Und übergehen uns dabei immer wieder selbst.
Etwas in uns bleibt ungesehen.
Jahrelang verlässlich sein.
Jahrelang stark sein.
Jahrelang durchhalten.
Dein Körper macht das alles mit.
Geduldig.
Loyal.
Und wartet darauf,
dass du dich erinnerst,
dass du selbst auch noch da bist.
Dass Zuwendung
nicht nur nach außen fließt,
sondern auch in deines Inneres.
Dein Körper beginnt, dieses Ungleichgewicht sichtbar zu machen.
Was strafend wirkt, ist Erinnerung an deine Selbstachtung.
Daran, dir selbst mit derselben Hingabe zu begegnen,
die du so selbstverständlich nach außen geben.
An andere.
Innere Balance beginnt dort,
wo du selbst die eigenen Bedürfnisse wieder wahrnimmst –
die, die du jahrelang übergangen hast.
Dein Lebensweg folgt deinem Seelenplan – deiner inneren Stimmigkeit,
deinen Bedürfnissen,
dich und deine Bedürfnisse zu leben.
Er zeigt sich als stummes Wollen,
als innere Bewegung, die manchmal stockt,
die bleibt, auch wenn sie nicht gelebt wird.
Wird Intuition übergangen, nicht gewählt,
dann meldet sich der Körper.
Es beginnt leise.
Ein flaues Gefühl im Magen, das sich zusammenzieht.
Eine Spannung, die sich festsetzt.
Ein Nacken, der nicht mehr weich wird.
Schultern, die tragen, bis der Schmerz normal erscheint.
Was lange übergangen wird, wird chronisch.
Schleichend.
Verantwortung und Pflicht sind wichtig.
Problematisch wird es dann,
wo Verantwortung zu Überverantwortung wird
und das ständige dich-selbst-Übergehen zur Gewohnheit wird.
Immer mehr tragen.
Immer mehr halten.
Immer weniger bei sich selbst sein.
Symptome entstehen in den Momenten,
in denen Schweigen sicherer war,
als für dich selbst einzustehen.
In denen du gelernt hast, deine Wildheit zu zähmen,
deine Lautstärke zu drosseln,
dein Licht zu dimmen,
dein kreatives Chaos zu verstecken –
um dazuzugehören.
Was wir innerlich zurückhalten, verschwindet nicht.
Die unbewusste Haltung formt über Jahre
innere Spannung und Symptome.
Was seelisch nicht gelebt werden darf,
zeigt sich als körperlicher Ausdruck.
Körperliche Symptome zeigen, dass es Zeit ist,
sich selbst wieder zu leben.
Dein Körper ruft f ü r dich nach R a u m.
Nach Innehalten.
Nach Ankommen.
Nicht mehr funktionieren.
Nicht mehr zusammenreißen.
Dein Körper macht all das mit.
Loyal.
Geduldig.
Lange.
Bis er dir durch Symptome zeigt:
So kannst du nicht mehr weitermachen.
Es ist jetzt Zeit, dir selbst Raum zu geben.
Mit dir selbst ehrlich zu werden.
Mit dem, was du in dir wahrnimmst.
Mit dem, was du brauchst.
Wo hast du gelernt, dass es deine Aufgabe ist, alles zu halten?
Was befürchtest du, würde geschehen, wenn du es nicht mehr tätest?
Das hier ist der Punkt,
an dem du nicht mehr so weitermachen willst wie bisher.
Es reicht!
Grenzen früher spüren, sich nicht mehr übergehen.
Nicht dazugehören um den Preis, sich selbst zu verraten.
Handeln nicht mehr aus Pflichtgefühl, sondern aus innerer Stimmigkeit.
Dort, wo du dir selbst wieder Raum gibst, entsteht Selbstachtung.
Daraus wächst Wahrhaftigkeit.
Sie zeigt sich im Alltag.
Spürbare Lebendigkeit.
Leichtigkeit.




